Tagesgeld und Tagesgeldkonto - die Sicherheit
Das auf den Tagesgeldkonten befindliche Guthaben unterliegt der Einlagensicherung und ist daher mündelsicher. Die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung beträgt in der EU 90 Prozent der Einlagensumme, allerdings nur bis maximal 20. 000 Euro. Einige Länder übertreffen diese Einlagensumme wie zum Beispiel Italien. Beim Tagesgeld in Österreich beträgt die Sicherung der Einlagesumme ebenfalls 20. 000 Euro, beim Tagesgeld in der Schweiz ist die Sicherung niedriger. Hier beträgt die Summer 30. 000 Schweizer Franken, umgerechnet knapp 19. 000 Euro.
Der Begriff „Einlagensicherung“ bezeichnet bestimmte Sicherungs- Maßnahmen der Banken. Mittels dieser Maßnahmen, die gesetzlich vorgeschrieben und auch freiwillig die gesetzlichen Vorschriften übertreffen können, sollen die Einlagen der Kunden bei den Banken im Falle deren Insolvenz geschützt werden.
„Mündelsicher“ bezeichnet man solche Vermögensanlagen, bei denen es praktisch keinen Wertverlust bei der Anlage gibt. Das bedeutet, dass die Anlage vor einem Verlustrisiko geschützt ist, was im Falle einer Insolvenz der kontoführenden Bank eintreten könnte. Wertpapiere sind zusätzlich dadurch geschützt, dass sie selbst bei Verlusten geschützt sind. Per Gesetz sind Anleihen als mündelsicher erklärt worden.
Allerdings besteht in Deutschland zur zusätzlichen Absicherung ein freiwilliger Einlagensicherungsfonds. Die meisten Banken, die in Deutschland ansässig sind, sind diesem freiwilligen Einlagensicherungsfonds zugehörig. Mit diesem Fonds ist da Guthaben jedes Bankkunden bis zu 30 Prozent des maßgeblichen Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des letzten Jahresabschlusses vollständig abgesichert.
Die Sicherungsgrenze der Banken, die Mitglieder im Einlagensicherungsfonds sind, kann jederzeit bei dem Bundesverband deutscher Bank (BdB) nachgefragt werden.
Ein anderer Sicherheitsaspekt macht das Tagesgeld zusätzlich attraktiv: Dadurch, dass es ein Konto auf reiner Guthabenbasis ist, kann man nicht in eine Art Schuldenfalle geraten, indem man immer mehr Geld aus dem Dispositionskredit ausgibt und zusätzlich Kosten erzeugt. Außerdem hat man mit einem Tagesgeldkonto die Sicherheit für den Alltag geschaffen, von überraschenden größeren Ausgaben nicht hart getroffen zu werden.