Die Geldanlage Tagesgeld

Theoretisch ist es möglich, mehrere Tagesgeldkonten bei unterschiedlichen Kreditinstituten zu eröffnen. Wichtig ist dabei lediglich, dass der Steuerfreibetrag insgesamt nicht überschritten wird. Da Tagesgeldkonten sehr sicher sind, ist es prinzipiell möglich, für sein Geld das Tagesgeld als Anlageform zu verwenden. Allerdings ist es auf Dauer, also langfristig, nicht die beste Form der Geldanlage. Als Grundlage ist Tagesgeld aber für jede Geldanlage bestens geeignet Wenn man zum Beispiel eine strukturierte Vermögensplanung vorbereitet, dann ist es sinnvoll, zwischen drei und sechs Monatsgehälter als Reserve auf dem Tagesgeldkonto „zwischen zu parken“, um das Guthaben schließlich in mittelfristige oder langfristige Anlageformen zu investieren.

Für Selbstständige oder Kleinunternehmer kann es eine attraktive Lösung sein, ein Tagesgeldkonto zu führen. Kleinunternehmer und Selbstständige müssen zu Beginn nur einmal im Jahr die Jahressteuerklärung abgeben. Mit steigenden Einnahmen wird dann jedes Quartal eine Einkommenssteuervorauszahlung fällig. Dann kann es dienlich sein, ein Tagesgeldkonto zu führen, was einzig den Zweck einer Steuerrücklage erfüllt. Außerdem hilft das auf dem Tagesgeldkonto vorhandene Guthaben dabei, nebenbei noch Zinserträge zu erwirtschaften.

Auch kann es sinnvoll sein, ein Tagesgeldkonto im Falle überschüssiger Liquidität zu führen, da das Guthaben als Tagesgeld wesentlich mehr Zinserträge bringt als auf dem normalen Firmenkonto. Manchmal wird das Tagesgeldkonto auch als Depot für eine Mietkaution benutzt. Hier bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Vermieters. Für den Mieter ist die Ablage der Mietkaution auf einem Tagesgeldkonto sehr attraktiv. Dort ist das Geld sicher aufbewahrt und bringt mit jedem Tag neues Guthaben durch die hohen Zinserträge.