Tagesgeldanlagen und Tagesgeldkonto
Als Tagesgeldkonto bezeichnet man ein Konto, über dessen Guthaben der Kontoinhaber jeden Tag frei verfügen kann. Im Gegensatz zu einem Sparbuch gibt es bei einem Tagesgeldkonto keinerlei Kündigungsfristen. Zwar ist ein Tagesgeldkonto eine recht sichere Geldanlage, allerdings hat auch ein solches Konto seine Nachteile. In der Regel hat ein Tagesgeldkonto keine Verrechnungsfunktion. Das heißt, dass keine Lastschriften, Einzugsermächtigungen oder Überweisungen möglich sind. Zudem ist es theoretisch auch möglich, dass die Bank jederzeit den Zinssatz für das Tagesgeldkonto ändern kann.
Immer mehr Personen entscheiden sich für ein Tagesgeldkonto. Besonders attraktiv sind die Ungebundenheit und Flexibilität. Hauptanleger im Bereich des Tagesgeldes sind jüngere Personen. Ältere Personen neigen nach wie vor dazu, ihr Geld auf einem Sparbuch anzulegen.
Allerdings gewährt das Sparbuch weder eine höhere Rendite oder eine höhere Sicherheit.
Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto ist das Sparbuch etwas, was man direkt in den Händen halten kann. Die Unterschiede zwischen den Kunden beim Tagesgeldkonto und beim Sparbuch lassen sich auch damit erklären, dass ein Tagesgeld besonders dann hohe Zinsen bringt, wenn es bei einer Direktbank, also online im Internet, abgeschlossen worden ist. Viele ältere Bankkunden sind mit dieser Form von Bankenwesen weniger gut vertraut als die jüngeren Bankkunden.
Diese Entwicklung im Bankenwesen zwingt die Banken dazu, sich immer mehr den Wünschen und Ansprüchen ihrer Kunden anzupassen. Eine Bank, die hohe Zinsen auf Guthaben anbietet, eine große Chancen, neue Kunden zu akquirieren. Das kann aber nur eine Bank leisten, die kostengünstig arbeitet und mit der Zeit geht. Das wiederum bedeutet einen Rückgang der klassischen Filialbanken und eine Verdichtung der Direktbank- Netze.